In die warme Decke gekuschelt lauschten wir in unserer Kindheit den abenteuerlichen Geschichten von wunderschönen Prinzessinnen, prächtigen Burgen oder sprechenden Tieren und konnten gar nicht genug bekommen von den Happyends, dem erlösenden Kuss, dem Sieg über das Böse oder einem ganzen Haus aus Lebkuchen. Dass wir heute keinesfalls zu alt sind für solche Träumereien beweist nicht nur, dass Märchen ursprünglich nunmal sowieso für Erwachsene geschrieben wurden, um Moralvorstellungen unters Volk zu bringen, sondern auch ein momentan zu beobachtender Trend in unseren Kinos:
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| zweifelsohne was fürs Auge - Alex Pettyfer |
Märchenfilme flimmern über die Leinwände, vor denen wir es uns nun in kuscheligen Kinosesseln, statt unter der Decke, gemütlich machen können. Die Geschichte der Kinomärchen begann am 07. April, als Beastly in den deutschen Filmtheatern anlief und den Zuschauern eine moderne Version von "Die Schöne und das Biest" präsentierte. Wenngleich die recht kitschige Story und das vorhersehbare Ende nicht gerade auf innovative Filmkunst hindeuten, überrascht der Film mit Vanessa Hudgens als herzensguter Übermensch und Alex Pettyfer als geleuteter Schönling doch durch eine gewisse Bildästhetik und auch die dargestellte Liebesgeschichte ist zweifelsohne was für die romantischen Herzen unter uns. Nicht vergessen dürfen wir natürlich Alex Pettyfer, der als wahrlich recht hübsch anzusehener Kerl schon in der ersten Szene seinen gestählten Körper in die Kamera richtet...zu schade, dass er dann 80 Prozent der Zeit als Biest durch die Gegend laufen muss. ![]() |
| Amanda Seyfried - ein traumhaft schönes Rotkäppchen |
Weiter ging es dann mit Red Riding Hood, der zwei Wochen später das deutsche Kinopublikum beglückte. Die abgewandelte Version von "Rotkäppchen" zielt im Vergleich zu Beastly keineswegs auf heitere Märchenstunde ab, viel mehr handelt es sich um eine dunkle, mysteriöse Darstellung eines kleinen Dorfs, bedroht vom großen, bösen Werwolf, der zweitweise in seine menschliche Gestalt zurückkehrt und mitten unter den Dorfbewohnern lebt. Der mit "Thriller" betitelte Streifen stammt von der Twilight-Regisseurin Catherine Hardwick und wer ihren Stil mag, wird Red Riding Hood gewiss lieben, denn ihre Art der Inszenierung von Landschaft, Charakteren, Farben und Musik ist auch hier recht prägnant. Mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen, die clevere, verdrehte Story lässt einen bis zum Showdown rätseln, bei welchem Rotkäppchens - übrigens gespielt von der umwerfenden Amanda Seyfried - Lieben es sich bloß um den gefährlichen Wolf handelt.Wir dürfen also gespannt sein, was sich die Filmindustrie als nächstes einfallen lässt. Ich persönlich stimme für Rapunzel!
Hier noch ein besonderer Leckerbissen aus Red Riding Hood: The Wolf von Fever Ray.


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